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Der Arbeitskreis "Haut-der-Berge", als Bestandteil des Vereins SGT, hat sich zum Ziel gesetzt, die heimische Bergwelt zu schützen.
In Projekten und Dokumentationen kümmert sich der engagierte Kreis um Susanne Heim im Dialog mit den Staatsforsten um die vielfältigen Problem in den Staatswäldern und zeigt Lösungsvorschläge auf,
wie die Bergwelt künftig besser geschützt werden könnte.
Ganz aktuell kritisiert der Arbeitskreis sogenannte "Pflegemaßnahmen" im Schutzwald Breitenbachtal in Bad Wiessee.
Er zeigt sich schockiert über die rücksichtslose Holzwirtschaft "im Natura 2000 Flyschgebiet Breitenbachtal, wieder während der Vogelbrut und Jungtieraufzucht:
Riesige Bodenschäden, wieder bis auf den nackten Felsen und überall zerrissene Wurzeln der angrenzenden Bäume."
Angeprangert wird der sorglose Umgang mit der Natur bei der Holzernte trotz aller technischer Möglichkeiten wie Schutzmatten, mobiler Seilbahnstützen, Doppelschlitten Techniken usw.
Alles nur, um möglichst schnell und mit minimalem Arbeitsaufwand maximalen Profit zu erziehlen!
Abtransportiert etwa wurde das Holz nicht, wie in Hochglanz-Prospekten propagiert, vorbildlich durch die Luft, sondern größtenteils über den Waldboden geschliffen.
"Wie glaubwürdig ist es, von Mountainbikern und Wanderern zu fordern, dass sie auf befestigten Wegen bleiben, um den Waldboden vor Erosion zu schützen, gleichzeitig aber die bayerischen Staatsforsten mit ihrer Vorbildfunktion in einer einzigen Holzfällaktion Hunderte von Quadratmetern Waldboden bis auf den nackten Felsen unwiederbringlich zerstören."


Der Arbeitskreis rechnet vor, dass 30 Zentimeter Humus für ihre Entstehung ca 1000 Jahre brauchen...Erdboden, der hier achtlos zerstört wird.
Ein gigantisches Potential an Wasserspeicher, Kohlenstoffspeicher für Klimaschutz, Fundament und Nahrungsgrundlage der Waldbäume das so verloren geht.

 


Rindenschäden durch abtransportierte Baumstämme.                                                          Eingesägte Kerbe zur Fixierung des Zugseils

So wurden wertvolle Laubbäume ohne Mattenschutz mit Drahtseilen umwickelt und zur besseren Stahlseilfixierung tiefe Kerben in den Stamm gesägt!
Was der Forst als "ganz normales Arbeitsverfahren" bezeichnet, geißeln wir als massiven Naturfrevel!
Behandelt man so Lebewesen, die im Schutzwald Breitenbach herausragende Bedeutung haben?
Sie behüten uns vor Verkarstung, Erosion, Lawinen, Steinschlag und Humusschwund und dienen in Zeiten des Klimawandels als CO2-Speicher und Sauerstoffproduzenten.
Wie ist das mit den eigenen Ansprüchen des Forsts vereinbar, wenn in einer einzigen Holzfällaktion, wie hier im Breitenbachtal geschehen,
Hunderte von Quadratkilometern Waldboden bis auf den nackten Felsen unwiederbringlich zerstört werden?

 

 
Tiefe Furchen und Wurzelschäden                                                                                       zerstörter Waldboden 

 

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